Fritz Fröhlich Sammlung im Stif Wilhering

Fritz Fröhlichs Beziehung zu Ottensheim und Wilhering

Der 1910 in Linz geborene Künstler pflegte über viele Jahrzehnte enge Kontakte mit Ottensheim und Wilhering. Beide Gemeinden sind untrennbar mit der Biographie und dem Werk Fröhlichs verbunden. In Ottensheim besaß der Künstler am Dürnberg über Jahrzehnte ein Atelier, das zuletzt um 1970 vom Linzer Architekten Fritz Goffitzer umgebaut wurde. Das Haus verband sich nicht nur mit verschiedenen künstlerisch zunehmend erfolgreichen Lebensabschnitten, sondern verwies immer auch auf eine entscheidende Zäsur in der Biographie des Künstlers: So hatte ihm die Familie Weißgärber, deren Tochter Beatrix er 1941 heiraten sollte, in den 1930er Jahren ihr kleines Sommerhaus am Dürnberg als erstes Atelier zur Verfügung gestellt. Durch einen Brand wurde dieses 1938 ebenso wie Fröhlichs Frühwerk völlig zerstört. Im Anschluss war der Künstler über viele Jahre mit der Durchführung und Finanzierung des Wiederaufbaus konfrontiert.

Praktisch in Sichtweite zum Atelier am Dürnberg lag auf der anderen Donauseite Fröhlichs zweites Wohnatelier im ehemaligen Bräuhaus in Wilhering. Dieses war ihm in den frühen 1980er Jahren vom Stift zur Verfügung gestellt worden und wurde der Ort von Fröhlichs Spätwerk. Der Künstler wurde nach seinem Tod in Linz am Friedhof von Ottensheim beigesetzt. Ausdruck der besonderen Beziehung von Fritz Fröhlich zu seinem Lebens- und Wirkungsumfeld wurden der Ehrenring von Wilhering und das Kulturehrenzeichen von Ottensheim. Beide Auszeichnungen wurden dem Künstler anlässlich seines 90. Geburtstages im Jahr 2000 verliehen.

Atelier Dürnberg

Atelier Dürnberg, 1985
Foto: Horst Stasny