Fritz Fröhlich Sammlung im Stif Wilhering

Fritz Fröhlich im Zisterzienserstift Wilhering

Der Kontakt von Fritz Fröhlich zum Stift Wilhering ergab sich aus seinen langjährigen Restaurierungsarbeiten in der Stiftskirche während der 1970er Jahre. Im Zuge dieses Auftrags zog der Künstler mit seiner Frau Beatrix nach Wilhering. Bis zu seinem Tod 2001 lebte Fröhlich in einem Wohnatelier im ehemaligen Bräuhaus. In unmittelbarer Nähe eröffnete das Stift 1983 die Fritz Fröhlich-Sammlung als Dauerausstellung mit Beispielen von Zeichnungen, Collagen, Malereien und Skulpturen. Die Sammlung übersiedelte anlässlich des 100. Geburtstages des Künstlers 2010 vom ehemaligen Stiftsgasthaus in neu adaptierte Räumlichkeiten im sogenannten Meierhof. Dadurch kann in einer neu konzipierten Ausstellung und in komprimierter Form Einblick in das künstlerische Schaffen Fröhlichs aus mehreren Jahrzehnten gegeben werden.

Das Deckenfresko im Festsaal des Stiftes Wilhering (1993–1995) stellte für Fröhlich den letzten Großauftrag dar. Es ist Ausdruck einer besonders intensiven Beziehung des Künstlers zum Stift Wilhering, das im Laufe seiner Geschichte wiederholt wertvolle Kontakte zu verschiedenen Künstlerpersönlichkeiten pflegte. Mit Vater und Sohn Martino (1657–1745) und Bartolomeo Altomonte (1694–1783) im 18. Jahrhundert, Josef Ignaz Sattler (1852–1927) in den Jahren um 1900 sowie Fritz Fröhlich (1910–2001) im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts können dabei vier konkrete Künstler mit spezieller Bedeutung für das Stift Wilhering genannt werden. Bis heute bestimmen sie die Erscheinungsform bzw. kulturelle Wirkung des Stiftes und sind mit repräsentativen Werkgruppen in den Sammlungen des Klosters dokumentiert.

Stiftskirche Wilhering

Stiftskirche Wilhering, 2005
Foto: Anton Kehrer